Der Stadtlotse
– Bürgerbeteiligung sichtbar machen

Kurz gesagt:
Der Stadtlotse ist ein digitales (oder auch analog unterstütztes) Meldesystem für Bürgeranliegen. Menschen können Probleme, Ideen oder Unterstützungsbedarfe eingeben – und das System sorgt dafür, dass es bei der richtigen Stelle landet und der Bearbeitungsstand nachvollziehbar bleibt.

Es geht nicht nur um „da liegt Müll“, sondern auch um Dinge wie: „Meine Nachbarin kommt alleine nicht mehr die Treppe runter“, „Hier gibt es jede Nacht Stress im Park“, „Wir brauchen einen sicheren Überweg für Schulkinder“, „Ich habe eine Idee für unser Viertel“.

1. Worum geht's beim Stadtlotsen?

Der Stadtlotse beantwortet für Bürgerinnen und Bürger drei praktische Fragen:

Das Ziel ist nicht nur „Fehler melden“, sondern Kommunikation herstellen: zwischen Einwohnern, Verwaltung, sozialen Stellen, Initiativen, Nachbarschaftshilfen.

2. Warum ist das demokratisch relevant?

Kernthese: Demokratie beginnt nicht erst bei Wahlen, sondern im Alltag. Wer ernstgenommen wird, gehört dazu.

3. Wie funktioniert das (Vision / Ablauf)?

→ Das ist Bürgerfeedback als Frühwarnsystem. Das ist Beteiligung, bevor es knallt.

4. Was wäre der erste sinnvolle Anwendungsfall für München?

Wir schlagen keine Monsterlösung für ganz München auf einmal vor. Wir schlagen ein Pilotfeld vor. Beispiele:

Warum Pilot? Weil Pilot heißt: machbar, messbar, lernbar. Nicht schwafeln, machen.

5. Was wollen wir HEUTE hier am Barcamp erarbeiten?

Das ist sehr wichtig für den Tag. Sonst denken die Leute: „Coole Idee, aber was soll ich hier tun?“ Du gibst ihnen Aufgaben, damit sie mit dir co-owner werden.

Am Ende des Tages wollen wir ein klar formuliertes Pilot-Szenario, das wir jemandem (Stadt, Träger, Förderstelle) vorlegen können: „Wir würden gerne in Stadtteil X für Themen Y diese Art von Meldestelle 3 Monate testen.“

6. Wen suchen wir konkret als Mitstreiter*innen?

Wichtig: Das hier ist kein rein technisches IT-Projekt. Das ist ein Vertrauens-Projekt.

7. Nächste Schritte / Call to Action

Ziel vom Barcamp-Tag: Wir gehen hier nicht raus mit „war interessant“, sondern mit „wir probieren das an diesem Ort / zu diesem Thema / mit diesen Leuten“.